
Soziologe, bloggt auch für https://xitter.cf/t.co/b8mKMgd9zY (@netzbge), Alanus Hochschule für Kunst & Gesellschaft
Alfter
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Die Diskussion um die #Schulpflicht als Exempel
In jüngerer Zeit waren mehrere Beiträge in großen Tageszeitungen zu lesen, die die Schulpflicht, wie sie in Deutschland ausgelegt wird, verteidigen
blog.freiheitstattvollbescha…
Sascha Liebermann retweeted
Rot-Grün-Rot macht den deutschen Pass überflüssig #Berlin
Rot-Grün-Rot beginnt mit einem Satz, der nach Weltoffenheit klingt und doch die Grundlage unserer Demokratie verkennt: "Teilhabe darf niemals eine Frage des Passes sein." Beim Wahlrecht ist sie genau das, und zwar aus gutem Grund. Wer wählt, bestimmt über die Zukunft dieses Gemeinwesens. Dieses Recht gibt es nicht als Bonus für eine bestimmte Wohndauer. Es ist an eine Entscheidung gebunden: Man bekennt sich zu diesem Land und wird Teil seines Staatsvolks. Wer diese Verbindung kappt, verwechselt Staatsbürgerschaft mit einer Meldebescheinigung.
Dabei wissen die künftigen Koalitionäre genau, dass ihr Versprechen nicht trägt. Das Bundesverfassungsgericht hat 1990 unmissverständlich entschieden: Das Wahlvolk auf Landesebene sind die deutschen Staatsangehörigen, ein Ausländerwahlrecht für Landtage ist verfassungswidrig. Kommunal lässt das Grundgesetz nur eine Ausnahme zu, für EU-Bürger.
Die Floskel "im Rahmen unserer Kompetenzen" ist deshalb ein Feigenblatt, denn diese Kompetenz hat Berlin schlicht nicht. Hier wird etwas versprochen, das man nicht halten kann. Oder man nimmt in Kauf, die Verfassungsordnung zu beschädigen. Das eine ist Etikettenschwindel, das andere verantwortungslos.
Der eigentliche Skandal liegt aber woanders. Nach fünf Jahren kann man sich schon heute einbürgern lassen, also exakt nach der Frist, die die Koalition für ihr Wahlrecht ansetzt. Der Unterschied ist nur: Die Einbürgerung verlangt etwas. Deutschkenntnisse. Einen gesicherten Lebensunterhalt. Ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und, seit 2024, zur historischen Verantwortung Deutschlands. Wer antisemitisch motivierte Straftaten begangen hat, wird nicht eingebürgert.
Das Wahlrecht nach rot-grün-rotem Modell verlangt nichts davon. Es ist das volle Mitbestimmungsrecht ohne jede Bekenntnispflicht. Die Staatsbürgerschaft wird damit zu einem Formular, das man getrost liegen lassen kann.
Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die diesen Weg gegangen sind. Viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte haben sich bewusst für den deutschen Pass entschieden. Sie haben gesagt: Das ist mein Land, das ist meine Verfassung. Ihnen teilt diese Koalition nun mit, dass ihre Entscheidung eigentlich überflüssig war. Und alle anderen erhalten eine klare Botschaft: Einbürgerung lohnt sich nicht. So bremst man Integration aus, statt sie zu fördern.
Man muss sich deshalb fragen, worum es hier eigentlich geht. Wäre echte Teilhabe das Ziel, würden SPD, Grüne und Linke alles daransetzen, Einbürgerungen zu beschleunigen. Stattdessen setzen sie auf ein Wahlrecht, das verfassungsrechtlich nicht trägt, aber politisch Wirkung entfaltet. Da drängt sich der Verdacht auf, dass es weniger um die Menschen geht als um neue Wählerstimmen. Wer das Wahlvolk nach eigenem Gusto erweitern will, statt Menschen auf dem Weg zur Staatsbürgerschaft zu begleiten, betreibt keine Integrationspolitik, sondern Machtpolitik.
Wer migrantische Teilhabe ernst meint, braucht keine Symbolpolitik, sondern funktionierende Behörden. In Berlin warten Tausende monatelang auf ihre Einbürgerung. Wer hier für Tempo sorgt, schafft echte Teilhabe, mit allen Rechten und Pflichten. Ein Wahlrecht zweiter Klasse ist das Gegenteil davon: Es spaltet das Wahlvolk, statt es zu vereinen.
Sascha Liebermann retweeted
„Das Völkerrecht kennt kein Existenzrecht von Staaten.“ Damit hat sich die Debatte tatsächlich erledigt.
Völkerrechtliche Nachhilfe für eine Quatsch-Debatte der Berliner Lokal- und Provinzpolitik:
#Existenzrecht #Emde
Sascha Liebermann retweeted
Weil mir ein Kollege gesagt hat, er hätte zuletzt ein paar Seminarsitzungen durch Claude (Sonnet 5.5, hoher Aufwand) planen lassen, um das mal auszuprobieren, hab ich das gerade auch getan.
Das Ergebnis ist das, was passiert, wenn ein Erstsemester-Studi Unterricht plant: /1
Wer die Diskussion um ein Bedingungsloses Grundeinkommen kennt, kann über die Behauptung, es sei so konzipiert, dass es alle sozialstaatlichen Leistungen ersetze, nur staunen. blaetter.de/ausgabe/2026/okt…
Hier mein Kommentar zum Beitrag: blog.freiheitstattvollbescha…
„#Grundversorgung statt #Grundeinkommen“…
…so ist ein Abschnitt überschrieben in einem Beitrag Isabella Webers in Blätter für deutsche und internationale Politik. Der Beitrag ist ein Auszug aus ihrem neuen Buch, das jüngst bei @suhrkamp erschienen ist.
blog.freiheitstattvollbescha…
Sascha Liebermann retweeted
#Pflegereform, #sozialerKahlschlag
ich bin 55 Jahre alt u. auf Hilfe in der Pflege angewiesen. Ich bin sehr dankbar für die Hilfen, die es in unserem Land gibt u. mir ist klar, ich bin da sehr privilegiert.
Da ich nicht nur zu den Pflegebedürftigen zähle, sondern auch zu
1/
Sascha Liebermann retweeted
In dem Antrag wird u.a. ein "sofortiger Waffenstillstand" gefordert.
Dies ist die Position der Bundesregierung (Merz zuletzt am 4. Oktober);
Ist die Position der EU;
Ist das Angebot der Ukraine (seit Januar 2026).
Wird von Russland abgelehnt!
„Ich sehe in der #Grundsicherung einen Gerechtigkeitsverstoß“…
…so Otfried Höffe, Prof. em. der Uni Tübingen, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 4. 10.
Was er darin zur #Grundsicherung sagt wird hier kurz kommentiert
blog.freiheitstattvollbescha…
Sascha Liebermann retweeted
Was die kluge @MariamLau1 sagt! Es gehört zum Abstoßendsten am CDU-Personal, dass etliche, Rechtsradikale und Libertäre nachäffend, seit Jahren Moral denunzieren als "Moralismus". Dabei gehört Moral konstitutiv zur Christdemokratie (christliche Sozialethik) wie zum Konservativen.
„Grundeinkommen, Bürgerversicherung oder Grunderbe?…
In ihrem Podcast auf perspective daily befasste sich Marina Weisband mit den im Titel schon genannten Themen und mit in der Diskussion bekannten Gesprächspartnern
blog.freiheitstattvollbescha…
Die Frage ist darüber hinaus, welche "Ziele" werden als "Erfolg" gesetzt. Die Erhöhung von Erwerbsbeteiligung z. B. ist kein Selbstzweck, wenn es um Wertschöpfung geht.
Ob #HartzIV-Kürzungen die Arbeitnehmer entlastet haben, ist zweifelhaft. Die Arbeitgeber dagegen profitierten schon viel früher – erst recht mit Beginn des Exportbooms...
Aktuell: Steigende Sozialbeiträge sind nicht Ursache der Misere, sondern ihre Folge... @schieritz @kuhnmo
Sascha Liebermann retweeted
… die Etablierung von affektivem Zweifel an unserem politischen System. Die Ernte wird, wie auch immer, eingefahren werden – erreicht hat man selbst nur, dass man etwas bekannter ist und eine Gefolgschaft hat, egal zu welchem Thema.
Und das ist der eigentliche Zynismus. /19 f
Zu diesem Schluss gelangt man, wenn die Bürger als Fundament des Gemeinwesens ernst genommen werden. Wer Bilanzierung bevorzugt, bemisst dies an der Nützlichkeit der Bürger.
Eindrucksvoller Enblick - Was eine Ärztin in der Notaufnahme erlebt: Für wen soll wie viel Zeit da sein? faz.net/-3bsgbv?share=Twitte…
Wie kommt Jasper von Altenbockum darauf, dass die Linke für ein Bedingungsloses Grundeinkommen sei? Es mag einzelne Befürworter geben, war aber noch nie mehrheitsfähig in der Partei und steht auch nicht im Wahlprogramm. faz.net/-3btr6y?share=Twitte…
Sic
Aussagen wie „Die meisten Soziologen und Geisteswissenschaftler … ergeben den Kampf für soziale Gerechtigkeit zu einem geradezu heiligen Wert“, die schlicht als generalisierende Polemik zu verstehen sind, lassen Deinen Einsatz leider schon im Ansatz scheitern, @PhilippHuebl.
Wenn dies das letzte Wort Herrn Hübls ist, dass Sozialwissenschaften "vor allem quantitativ" zu forschen haben, dann sind mehrere Jahrzehnte Methodendiskussion in den Sozialwissenschaften offenbar spurlos an ihm vorbeigegangen.
Sascha Liebermann retweeted
Kann ich nachvollziehen. Eine Ergänzung dazu: Ich habe den Eindruck, dass es Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die Vorstellung homogener Gemeinschaften gibt. Dass in allen drei Milieus die Vorstellung von Vermischung in einer pluralistischen Gesellschaft zurückgewiesen wird. Bei
Aus aktuellem Anlass zur „organisierten Kriminalität“:
Ich arbeite seit Jahren in der politischen Bildung und Radikalisierungsprävention – vor allem in Gefängnissen.
Vor drei Wochen saß ich in einer Berliner JVA mit Männern, die selbst von ihrem „OK-Stempel“ sprachen.
Wir unterhielten uns über die bevorstehenden Wahlen. Mehrere sagten, sie würden die Linke wählen.
Der Grund war ziemlich konkret: Sie erhofften sich von ihr einen anderen Umgang mit der sog. „Clankriminalität“, Polizeikontrollen und dem Verdacht gegen ihre Familien.
Interessant wurde es, als sie selbst erklärten, was ihnen an der Linken nicht gefällt:
ihre Haltung zu Homosexualität und LGBTQ.
Sinngemäß: Die Linke sei in manchen Fragen gut – „aber die sind halt auch für LGBTQ.“
Einer setzte noch einen drauf:
„Wenn ich Deutscher wäre, würde ich AfD wählen.“
Solche Konstellationen begegnen mir in meiner Arbeit immer wieder.
Und genau deshalb lohnt es sich, bei politischen Bündnissen etwas genauer hinzusehen.
Natürlich betonten einige, dass ihnen auch die Positionierung der Linken zu Palästina wichtig ist.
Aber es klang für mich eher nach Zweckallianz und nicht nach Wertegemeinschaft.




















