Macht Public Affairs for Social Change. Twittert über Medien, Politik & Schöne Dinge.

Berlin
Joined April 2009
New ad by the Norwegian Consumer Council about the declining lifespan of products.
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Sergius Seebohm retweeted
"Sie haben das BSW gegründet um die AfD von der Macht fernzuhalten, jetzt sind Sie die Steigbügelhalterin der AfD!" @schneidercar macht @SWagenknecht eine Ansage.
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Das ist schon bemerkenswert
Trump: “Please raise your right hand. I pledge to the greatest president in the history of the United States that loves us so much he can't even breath, that I will go out with my family, my friends, I'll do it anyway, I don't care if I'm registered or not, I'm going to try and cheat like hell…I am going to go out and I'm going to get my friends and my family and we are going to vote on Nov. 3…So help me God.”
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Sergius Seebohm retweeted
Every Canadian needs to watch this and understand exactly what kind of evil we’re dealing with. #NEVER51 always Strong & Free!!! 🇨🇦
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Sergius Seebohm retweeted
Donald Trump, destroyer of US soft power.
This is wild. In every single one of these countries, China is now viewed more favourably than the US. It represents a shift in favourability in *all* cases.
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Saustarke Durchsage. Einfach zuhören und mal sacken lassen. Er hat zu 100% recht.
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Today, many were shocked by yet another video of the drone “safari” Russians are carrying out against civilians in Kherson. A Russian drone deliberately hunted down a man selling vegetables and detonated right next to him. The Russians even admitted to the crime, showing zero regret and openly boasting about tormenting people. The man was wounded in the blast. Every single day, ordinary people in Kherson face these Russian "safaris." The world must see this. It must see every piece of evidence that Russia has gone mad and that its soldiers take pleasure in killing and abusing civilians. Without pressure on Russia, the dismantling of its capacity for aggression, and real security guarantees, it is simply impossible to imagine the world being able to coexist with this evil. We must remain resolute in defending life. We must act and support life in ways that force Russia to seriously think about peace rather than expanding the range of its drones. This is not just about Ukraine. Russia’s campaign against human life must be stopped here in Ukraine before it spreads further. Finland and Kazakhstan, the Baltic states and Poland, the countries of the South Caucasus, Romania, and Moldova—all should work together to ensure real security guarantees and bring Russia’s war to an end. Peace is needed, which requires cooperation among everyone in the world who truly values peace. Thank you to everyone standing with Ukraine!
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We have detected an intensive Russian propaganda campaign across Europe using pictures from Ceuta to sow destabilization. There have been more than 1,500 publications on outlets identified by analysts as a pro-Russian network, led by Pravda and RT. Pravda Spanish has posted almost 300 of them. Every language edition of RT has pushed more than 25 news items on the issue. For years, Moscow has used migration and other sensitive topics to stoke fear and destabilize European countries. This is not about the situation itself, but about the way Russia tries to exploit any topic that can benefit its agenda. The only way to protect the public from this interference is to cut it off. All Russian propaganda resources should be completely banned in every European country that takes its national security seriously.
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#Verbrenneraus Renault macht Gewinne - und ganz ohne Technologieoffenheit
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Sergius Seebohm retweeted
I've watched this twice now. I want to buy this guy lunch and spend a half an hour talking with him. I know he's not running for any seat yet, but he has my vote when he does.
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Das ist wahnsinnig traurig. Bei all diesen Technologien waren wir einmal führend. Durch unser hin und her in der Energiewende, das Klammern an Verbrenner und Kernkraft und viel fossile Ideologie haben wir die Chance verpasst, Erneuerbarer Exportweltmeister zu werden.
China now manufactures 89% of the world’s solar panels, 70% of the world’s wind turbines, 83% of the world’s batteries, and 75% of the world’s electric vehicles — all at a lower cost than the West.
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Das eigentlich Bemerkenswerte an Herbert #Diess und @roberthabeck ist nicht, dass sie unbequeme Wahrheiten aussprachen. Es ist, dass sie damit allein standen. Kein anderer deutscher Automanager hat je öffentlich gesagt, was #Diess sagte — dass das Verbrenner-Geschäftsmodell strukturell endet und die Transformation brutal werden würde. Nicht Zetsche, nicht Källenius, nicht Zipse. Während Diess Tesla zum Maßstab erklärte und vor dem chinesischen Wettbewerb warnte, sprach der Rest der Branche von Brückentechnologien und der Stärke deutscher Ingenieurskunst. Diess stand als einziger CEO mit dieser Diagnose da — gegen seine eigenen Vorstandskollegen, gegen den Verband, gegen die gesamte Branchenlogik. #Habeck wiederum war der einzige Spitzenpolitiker, der einem deutschen Konzern direkt ins Gesicht sagte: Baut billiger, oder ihr verschwindet vom Markt. Nicht aus der #CDUCSU, nicht aus der #SPD, nicht einmal aus der eigenen Partei kam diese Schärfe. Die anderen redeten von Technologieoffenheit, Standortschutz, von der Politik, die sich nicht in unternehmerische Entscheidungen einzumischen habe. Das ist der Kern. Es war nicht nur die Botschaft, die beide isolierte. Es war, dass sie die einzigen waren, die sie aussprachen — in Branchen, die geschlossen wegschauten. Sie waren keine Wortführer einer Bewegung, die sich am Ende durchsetzte oder unterlag. Sie waren einzelne Stimmen in einem Raum, der lieber schwieg. Und genau deshalb war ihre Entfernung so einfach. Wer allein steht, lässt sich ohne Kollateralschaden beseitigen. Niemand musste mitfallen. Der Aufsichtsrat entfernte Diess einstimmig, die Wählermehrheit Habeck. In beiden Fällen blieb die Struktur, gegen die sie angetreten waren, vollständig intakt — bis sie Jahre später genau an dem zerbrach, wovor die beiden gewarnt hatten.
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Wir waren weiter als die Chinesen. Und haben alles wieder vertendelt. >> „Wir fahren voll gegen die Wand, wenn wir DIESE Umstellung nicht machen!" Das sagt Prof. Dr. Maximilian Fichtner im Gespräch mit mir. Einer der weltweit meistzitierten Batterieforscher. Geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm. Über 135 Wissenschaftler, mehr als 20 Patente, über 400 Publikationen. Und einer der wenigen, der zwei Jahrzehnte Wasserstoff erforscht hat, bevor er zur Batterie wechselte. Deutschlands Vertreter bei der Internationalen Energieagentur. Wir haben über die ganze Energiefrage hinter dem KI-Boom gesprochen. Und fast alles, was die meisten gesetzt halten, hat er auseinandergenommen. "Wir hatten eine funktionierende Batteriefertigung. Dann kam ein Automobilhersteller, hat das Ding aufgekauft und dichtgemacht. Wir waren weiter als die Chinesen und haben alles wieder vertendelt." Zur Kernkraft, über die gerade alle wieder reden: "Es gibt viele PowerPoint-Reaktoren. Aber es gibt nichts, wo man wirklich sagen kann: Ja, das taugt was." Der neue britische Reaktor in Hinkley Point? "Der kostet wahrscheinlich 54 Milliarden, ist aber noch nicht fertig. 2030 werden es vielleicht 60 oder 65 Milliarden. Das ist völlig an der Nutzbarkeit vorbei." Zum deutschen Dauerstreit, ob der Atomausstieg den Strom teuer macht: "Der Strompreis hängt am Gaspreis. Nicht am Atomkraftwerk, das abgeschaltet wird." Ich wollte wissen, ob Solar wirklich an der Speicherfrage scheitert - der häufigste Einwand, den ich kenne. Seine Antwort: "Einfach uninformiert. Der weltgrößte Batteriespeicher wird gerade in den Emiraten gebaut. 19 Gigawattstunden. Und die laden den, Achtung, mit Sonnenstrom." Sein Appell zum Schluss: "Uns fehlt die Kontinuität. Bei jedem Regierungswechsel wird die Arbeit der Vorgänger verteufelt. Dieses Rein und Raus macht unsere Wirtschaft kaputt." Jeder sollte dieses Gespräch gehört haben - die komplette Folge ist jetzt auf YouTube.
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Sergius Seebohm retweeted
Replying to @Ricarda_Lang
So war es doch auch?!
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Interessante Studie, die belegt, was jeder X User täglich sieht: der allergrößte Teil der politischen Lügen kommt von rechten Populisten. Sie nutzen täglich die Lüge skrupellos als politische Waffe. Trotzdem gibt es parallel weiter den Kampf der besseren Argumente, auch auf X
Análisis de 32 millones de tweets de representantes políticos de 26 países durante 6 años: los partidos ultraderechistas son los principales responsables de difundir bulos e información falsa.
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Sergius Seebohm retweeted
Ganz ehrlich, ich kann dieses Gerede langsam nicht mehr hören. Ich lebe in Sachsen-Anhalt. Ich lebe hier. Ich sehe, was hier passiert. Ich sehe aber auch die Menschen, die jeden Tag Haltung zeigen, widersprechen, auf die Straße gehen, sich einmischen und diesem rechten Normalisierungswahnsinn eben nicht kampflos das Feld überlassen. Und genau deshalb macht mich dieses Gerede so wütend. Immer wieder wird so getan, als wären wir hier alle still. Als gäbe es nur Frust, Wut und Menschen, die nach rechts abdriften. Als wären Menschen wie wir gar nicht da. Diejenigen, die seit Jahren klar Haltung zeigen, die Faschisten entgegentreten, die im Alltag den Mund aufmachen, wenn andere anfangen, Menschen gegeneinander auszuspielen. Uns unsichtbar zu machen ist schwach. Und dann dieses ewige Gerede von der Mauer, von der Wende, von der Einheit. Dieses dumme Geschwätz darüber, man brauche die Mauer wieder oder Deutschland müsse wieder getrennt sein, weil man mit politischen Entwicklungen nicht klarkommt. Habt ihr eigentlich verstanden, was der Mauerfall bedeutet hat? Menschen haben für Freiheit gekämpft. Für Würde. Für ein gemeinsames Land. Für die Hoffnung, dass Mauern zwischen Menschen für immer Geschichte sind. Und jetzt sollen wir zusehen, wie wieder Mauern in Köpfen gebaut werden. Durch Hass. Durch Hetze. Durch rechte Parolen. Nicht mit uns. Ich komme aus Sachsen-Anhalt. Und ich bin nicht allein. Wir sind viele. Wir sind laut. Und wir werden dieses Land nicht denen überlassen, die aus Angst, Wut und Menschenverachtung ihre Politik machen. Keinen verdammten Meter. #SachsenAnhalt #KeinenMeterNachRechts #NazisRaus #NieWiederIstJetzt #FaschismusStoppen #Menschenwürde #DemokratieVerteidigen #ZusammenGegenRechts #ErinnerungStattHetze #KeineMauernInKöpfen
Glaubt ihr in #SachsenAnhalt wirklich dass diese #Afd die Lösung ist? Hört ihr denn nicht zu? Schaut ihr denn nicht hin? Bei allem, verständlichem Frust über die aktuelle Regierung n-tv.de/politik/41-Prozent-A…
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Als ich heute Morgen die Spiegel-Schlagzeile sah, dachte ich zuerst: gähn. „Russland bildet Hacker aus.“ Wer hätte das gedacht. Der Spiegel hat hier eine Hausaufgabe fürs Fleißkärtchen gemacht, alles aufgeschrieben, was wir sowieso schon wissen, ab in den Druck. Falsch gedacht. Was Spiegel, Le Monde, Guardian, The Insider, Delfi, VSquare und Frontstory da in den letzten Monaten in einem Konsortium ausgewertet haben, sind 2.000 interne Dokumente aus der Moskauer Bauman-Universität. Lehrpläne mit Stundenangaben. Verträge zwischen Dozenten und GRU-Einheiten. Klausuraufgaben („Hacke einen Testserver“). Pflichtseminare („Erstelle ein Social-Video, um ein heißes Thema mit Manipulation und versteckter Propaganda zu promoten oder zu entkräften“). Namenslisten. Notenübersichten. Zuteilung von Praktikumsplätzen. Der Unterschied zu allem, was wir bisher wussten, rangiert in einer ganz neuen Kategorie: Ja, wir wussten, dass Russland einen Cyberkrieg führt. Wir wussten aber nicht, dass es dafür einen sechsjährigen Diplomstudiengang gibt. Mit Abschlusszeugnis. Mit Pflicht-Trainingscamp inklusive Bartrasur und Alkoholverbot. Mit benannten Dozenten, die nebenbei aktive Geheimdienstoffiziere sind. Mit einem geheimen „Lehrstuhl 4“, der in keinem offiziellen Organigramm der Universität auftaucht. Das ist kein „Russland hat Hacker“. Das ist „Russland hat ein Westpoint für hybride Kriegsführung“, mitten in Moskau, vier Kilometer vom Roten Platz entfernt. Was lernen die jungen Leute dort konkret? Der Pflichtkurs „Abwehr technischer Aufklärung“ umfasst 144 Stunden über zwei Semester. Inhalt: Passwortattacken, Ausnutzung bekannter IT-Schwachstellen, Trojaner, praktische Hackingübungen, mit denen die Studierenden in Testsysteme einbrechen müssen, DDoS-Angriffe (das sind die Attacken, mit denen kürzlich die Deutsche-Bahn-App lahmgelegt wurde). Modul 6: „Computerviren und Würmer“. Klausuraufgabe: Hacke einen Testserver. Bestehst du nicht, wirst du kein Diplom-Saboteur. Daneben steht klassische Spionagetechnik: Telefone anzapfen, Richtmikrofone, Wanzendetektion, Überwachung mit hochwertigen Beobachtungsfernrohren von Nikon (eine echte Empfehlung aus den geleakten Folien). Drohnenkunde mit 54 Slides, darunter die „Vector“-Drohne der bayerischen Firma Quantum Systems aus dem Landkreis Starnberg. Also genau das Gerät, das die Ukraine in Massen einsetzt, um russische Stellungen aufzuspüren. Im März 2026 hat der Generalbundesanwalt zwei mutmaßliche russische Agenten festgenommen, die Quantum Systems ausgespäht hatten. Im Auftrag Moskaus, mit Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer Zielperson. Wer im Bauman-Lehrplan steht, steht auch auf Russlands Liste. Und dann das Pflichtseminar, das einem den Kaffee kalt werden lässt: „Entwickeln einer Propagandakampagne“. Praxisaufgabe wörtlich: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften.“ Eine andere Vorlesung heißt schlicht „Propaganda, Agitation, Manipulation und Überzeugung“. Wer wissen will, wie das Gelernte in der Praxis aussieht, schaut zurück auf den Wahlkampf der letzten Bundestagswahl: Friedrich Merz wurden im Netz psychische Probleme angedichtet, Robert Habeck eine 100-Millionen-Euro-Korruptionsaffäre. Beides war frei erfunden. Beides war keine Improvisation übermütiger Trolle. Es war Lehrstoff. Ausgeführt von Absolventen der Uni für den kleinen James-Bond von Putins Gnaden. Auffällig: Welche fremden Armeen die Studierenden der Bauman-Universität besonders intensiv studieren müssen. Drei. Die russische, die amerikanische – und die deutsche. Bewaffnung der Bundeswehr-Kampfeinheiten. Eigenes Seminar: „Schutz der Informationssicherheit in Deutschland“. Wer geglaubt hat, wir wären zu klein, zu unwichtig, zu unfähig für besondere Aufmerksamkeit, hat sich geirrt. Deutschland ist Hauptfach. Und einer der besten Deutschland-„Experten“ kommt jetzt zu uns. Dank der Rechercher wissen wir, dass er existiert. Wir wissen, dass er in der Spionage-Fakultät ausgebildet wurde. Wir wissen sogar seinen echten Namen. Wir wissen nur nicht, wie er sich in Deutschland präsentieren wird, wann und wo er genau auftauchen wird. Als Phantom kann ihn niemand stoppen: Der junge Mann heißt Iwan Makarow. Er wurde in Moskau geboren, sein Vater wohnt unter derselben Postadresse wie GRU-Einheit 26165 (die Truppe, die 2015 den Bundestag gehackt und Merkels Postfach kopiert hat). Nicht ungewöhnlich, denn Spionage ist bei Russen ein Familiengeschäft – die Nachkommen treten gern in die Fußstapfen der Väter, so werden Loyalitätsfragen geregelt. Im März 2024 hat der russische Staat dem jungen Makarow einen neuen Pass ausgestellt und ihm eine neue Sozialversicherungsnummer gegeben. Sein neuer Name: Mark Fisher. Diese Praxis kennt der Westen seit Sergey Cherkasov, der als „Victor Muller Ferreira“ jahrelang als Brasilianer durch Europa lief, bis er 2022 in den Niederlanden aufflog, als er sich ausgerechnet in Den Haag dort einschleusen wollte, wo russische Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht werden. Mark Fisher hat seinen Bauman-Abschluss für Hacker mit falscher Identität gerade gemacht. Er ist nicht mehr in Moskau. Er ist irgendwo. Vielleicht in Berlin, vielleicht in München, vielleicht in Frankfurt. Vielleicht ist er der nette Typ, der heute Morgen bei Starbucks neben dir gestanden hat und mit ganz leichtem, charmantem Akzent „a flat white please“ bestellt hat. Vielleicht ist er dein neuer Kollege im IT-Team. Vielleicht hat er dich auf LinkedIn angeschrieben, weil ihn dein Profil so interessiert. Bleibt eine Frage: Glauben die Macher hinter all dem eigentlich selbst an ihre Sache? Eher nicht. Der Mann, der den Lehrstuhl 4 als stellvertretender Leiter prägt, heißt Kirill Stupakow. Er ist Oberstleutnant, Jahrgang 1982. Er hält die Vorlesung über Spionagetechnik und verfügt über einen mustergültigen militärischen Lebenslauf. Denkste! Dem Spiegel ist es gelungen, ihm Telegram-Chats zuzuordnen: Dort nennt Stupakow seinen Präsidenten einen „Opa“. Den ehemaligen Präsidenten Medwedjew einen Alkoholiker. Den russischen Generalstabschef Gerassimow eine „dumme Fotze“. Über den Krieg, in den er seine Studenten Sommer für Sommer verabschiedet, schreibt er: „Wird schlecht für uns enden.“ Und am Montag steht er wieder vor der Klasse und drillt den jungen Männern ein, dass die Ukraine von „Nationalisten und Neonazis“ beherrscht werde, dass die „Spezialoperation unausweichlich“ gewesen sei, dass sie ihre Feinde schlagen sollen wie Väter, Großväter und Urgroßväter. Im täglichen Newsletter, der an der Uni zirkuliert, steht das so. Auf Russisch. Schwarz auf weiß. Das ist die wahre Lehre der Bauman-Files: Autoritäre Apparate funktionieren nicht, weil ihre Funktionäre an die Sache glauben. Sie funktionieren, weil ihre Funktionäre auch dann weitermachen, wenn sie nicht mehr an die Sache glauben. Stupakow hält Putin für einen Greis, Gerassimow für einen Vollidioten und den Krieg für verloren – und schickt trotzdem fünfzehn neue Cyberkrieger pro Jahrgang nach Anapa, Sewastopol, Kursk, irgendwann womöglich auch nach Berlin. Wer geglaubt hat, dieses System bricht zusammen, wenn die Eliten innerlich kündigen, hat den Charakter dieses Systems nicht verstanden. Sie haben längst gekündigt. Sie machen trotzdem weiter. Genau deshalb müssen wir es ernst nehmen.
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Sergius Seebohm retweeted
Vielleicht könnten die Leute aus der Union, die eine Minderheitsregierung attraktiv finden, jetzt doch mal diese Kolumne (2023) und die verlinkten Studien lesen. Leider ist alles passiert, was ich darin vorhergesagt habe. Wie abzusehen. Hier als Geschenk: spiegel.de/wissenschaft/mens…
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Man könnte die Umfrage als Niederlage einer Regierung lesen. Ich glaube, es ist etwas anderes. Es ist die Quittung für einen Vertrauensverlust, der lange vor Merz begonnen hat und der nicht durch einen Stuhlwechsel zu beheben ist. Wir haben sechzehn Jahre Merkel hinter uns, in denen die Warnungen vor russischer Abhängigkeit und ihren Folgen weggelächelt wurden. Wir haben eine Bundeswehr abgebaut, von der wir jetzt feststellen, dass wir sie brauchen. Wir haben die Energiepolitik so lange zwischen Vorwärts und Rückwärts hin- und hergeschoben, bis weder Industrie noch Bürger noch wussten, woran sie sind. Wir haben zugeschaut, wie die Chip‑Industrie, die Pharma, die Schlüsseltechnologien woanders hingewandert sind, und dann so getan, als sei das ein Naturereignis. Von dem Fehlen eigener KIs und dem ganzen Schwanz, der daran hängt, will ich gar nicht reden. Und wir, die Mehrheit, die das getragen hat, haben Steuern gezahlt, Abgaben gezahlt, gearbeitet, eingezahlt, weitergemacht. Im Vertrauen darauf, dass am anderen Ende des Tages ein Land herauskommt, das funktioniert. Wir sitzen jetzt vor einem politischen Scherbenhaufen, und niemand will erklären, wie er entstanden ist. Stattdessen wird uns gesagt, wir würden zu wenig arbeiten, zu früh in Rente gehen, zu oft krank sein oder seien wir alle zu woke, zu sehr Boomer oder linke Spinner. Die AfD hat darauf eine simple Antwort: die Ausländer. Die Antwort wirkt, nicht weil sie helfen würde, aber weil sie wenigstens eine Antwort ist. Die Mitte hat lange geglaubt, sie könne das einfangen, indem sie die Sprache der AfD übernimmt. Das Ergebnis sehen wir heute. Der besorgte Bürger bleibt ohnehin bei der AfD, das wussten wir vorher. Neu ist, dass jetzt die Mehrheit besorgt ist. Wir, die Fleißigen, die Tragenden, die Einzahler. Und für diese Mehrheit spricht gerade niemand mehr. Was in den USA seit Jahren läuft, kommt mit Verzögerung auch hier an. Erst der Vertrauensverlust, dann die Suche nach einem Schuldigen, dann die Bereitschaft, alles abzuräumen, was eine Gesellschaft je zusammengehalten hat: Solidarität, Klimaverantwortung, Anstand, Bildung. Wir sind nicht mehr ganz am Anfang dieser Bewegung. Wir stehen mittendrin, und die Frage ist nicht mehr, ob wir auf einem MAGA‑Pfad sind, sondern wann wir aussteigen. Das geht nicht durch Neuwahlen. Es geht auch nicht durch einen anderen Kanzler. Es geht nur, wenn jemand anfängt, mit dieser Mehrheit wieder zu reden, statt über sie. Wenn jemand anerkennt, dass die Wut nicht erfunden ist, sondern eine Geschichte hat. Und wenn jemand den Mut hat, wieder zu sagen, wofür dieses Land eigentlich da ist, statt täglich zu definieren, wer alles dazu nicht gehört und warum ausgerechnet die Menschen in Deutschland das Problem sind, die nur kosten - in der wohlgemerkt drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Wir haben das Vertrauen verloren. Und Vertrauen kommt nicht durch Lautstärke zurück, sondern durch Verlässlichkeit. Davon sehe ich gerade zu wenig. Von allen Seiten.
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Sergius Seebohm retweeted
Heute um 14:24 Uhr deutscher Zeit haben unbekannte Trader in einer einzigen Minute 760 Millionen Dollar gegen den Ölpreis gesetzt. 21 Minuten später twittert Irans Außenminister, dass die Straße von Hormuz wieder offen ist. Brent stürzt um bis zu 11 Prozent ab. Das ist die dritte solche Wette innerhalb von vier Wochen. Insgesamt über 2,2 Milliarden Dollar. Jedes Mal Minuten vor einer Ankündigung, die "eigentlich" noch niemand kannte. Der konkrete Ablauf heute: Zwischen 14:24 und 14:25 Uhr werden 7.990 Brent-Kontrakte verkauft. In einer Minute. Laut Daten des Börseninformationsdienstes LSEG entspricht das einem Gegenwert von rund 760 Millionen Dollar. Es ist die mit Abstand größte Einzelbewegung in diesem Kontrakt an diesem Tag. Um 14:45 Uhr meldet Abbas Araghchi, Irans Außenminister, auf X, dass die Straße von Hormuz "vollständig geöffnet" ist für alle kommerziellen Schiffe, solange der Waffenstillstand mit Israel und den USA hält. Wenige Minuten später bestätigt Donald Trump die Nachricht auf Truth Social. Der Markt reagiert sofort. Brent fällt auf 88,73 Dollar. WTI fällt auf 84,44 Dollar. Heizöl minus 10 Prozent. Benzin minus 5 Prozent. Es ist der zweitgrößte Tagesverlust am Ölmarkt seit Kriegsbeginn. Wer auch immer diese Minute um 14:24 Uhr getroffen hat, hat innerhalb einer halben Stunde einen dreistelligen Millionenbetrag verdient. Das ist kein Einzelfall. Es ist ein Muster. 23. März, 15 Minuten bevor Trump auf Truth Social eine Pause der Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur ankündigt: 500 Millionen Dollar Wetten auf fallendes Öl. Der Preis stürzt danach um 15 Prozent ab. 7. April, Stunden bevor Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran verkündet: 950 Millionen Dollar Wetten auf fallendes Öl. Der Preis stürzt um 15 Prozent ab. 17. April, heute: 760 Millionen Dollar, 21 Minuten vor der Hormuz Öffnung. Minus 11 Prozent. Drei Fälle. Vier Wochen. Jedes Mal Minuten vor einer Entscheidung, die an diesem Tag nur eine Handvoll Menschen auf dem Planeten kannte. Jedes Mal perfekt getimt. Jedes Mal in der richtigen Richtung. Die US-Aufsichtsbehörde CFTC, zuständig für den Terminmarkt, hat laut Bloomberg eine Untersuchung eingeleitet. Die beiden größten Ölbörsen CME und ICE wurden aufgefordert, ihre Handelsdaten herauszugeben. Die Ermittler fordern die sogenannten Tag 50 Kennungen an. Das sind die Identifikationsnummern, die jedem einzelnen Trade zeigen, welches Konto, welche Firma, welche Person dahintersteht. David Miller, Chef der CFTC Enforcement Abteilung, hat öffentlich erklärt, dass Insiderhandel im Energiemarkt "besonders schädlich" sei, weil er über die Inflation jeden Bürger trifft. Das Weiße Haus hat jede Beteiligung dementiert. Sprecher Kush Desai nannte die Anschuldigungen "grundlos und unverantwortlich". Und hier wird es systemisch. Der Ölpreis ist kein normaler Marktpreis. Er bestimmt deine Heizkosten im Winter. Deine Tankrechnung jede Woche. Er bestimmt den Preis von Diesel, von Lebensmitteln, von fast jedem transportierten Gut. Er ist, gemeinsam mit dem Anleihemarkt, der wichtigste Inflationsindikator der Welt. Wenn dieser Preis nicht mehr durch Angebot, Nachfrage und Geopolitik gebildet wird, sondern durch eine Handvoll Akteure mit Insiderwissen über den nächsten Truth Social Post, dann funktioniert Preisbildung nicht mehr. Dann ist nicht der Markt kaputt. Dann ist der Informationsfluss vom Weißen Haus zum Markt kaputt. Und das trifft jeden. Nicht nur den Trader, der zu spät war. Sondern jeden Haushalt, der an der Tankstelle zahlt, und jeden Staat, dessen Notenbank auf Basis manipulierter Preissignale ihre Geldpolitik kalibriert. Mohamed El-Erian, ehemaliger Chef des weltgrößten Anleihefonds PIMCO, hat in den vergangenen Wochen wiederholt davor gewarnt, dass die Vermischung von Regierungskommunikation und Marktbewegung im Ölmarkt ein Vertrauensproblem erzeugt, das über einzelne Trades hinausgeht. Historisch gibt es dafür eine Parallele, die ungemütlich ist. Vor der Finanzkrise 2008 gab es über Jahre verdächtige Bewegungen in Put-Optionen auf Fluggesellschaften und Banken, immer wenige Tage bevor eine schlechte Nachricht öffentlich wurde. Damals hat niemand systematisch ermittelt. Die SEC hatte andere Prioritäten. Das Ergebnis ist bekannt. Heute hat die CFTC dieselben Werkzeuge, die sie damals hatte. Sie kann Handelsdaten ziehen. Sie kann Tag 50 Kennungen prüfen. Sie kann feststellen, welches Konto das Geld bewegt hat. Der Haken: Das Justizministerium hat seine Abteilung für öffentliche Integrität in den letzten Monaten von 36 auf 2 Juristen reduziert. Die SEC hat ihre Spitze der Enforcement Abteilung verloren. Die personellen Ressourcen für genau diese Art von Ermittlung sind auf einem historischen Tiefstand. Drei Trades. 2,2 Milliarden Dollar. Vier Wochen. Wenn dich solche Makro Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post. 🧡
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