
Full Professor of Management @ExceliaGroup Visiting Fellow @WolfsonCam and @CRASSH @Cambridge_Uni Visiting Professor @UniWH
La Rochelle ∙ Cambridge
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Professor Steffen Roth retweeted
Jetzt verfügbar!
linkedin.com/posts/the-luhma…
Delighted to announce → wp.me/pvO07-2qM ← the publication of our special Luhmann Conference 2025 issue of Information Technology & People on “Coding Society: Programmatic Encounters Between Information Systems and Social Theory.”
Professor Steffen Roth retweeted
verstehen ist ein missverständnis #watzlaWitz seit 1967
🍄🤖🖐️
Ich verstehe den entscheidenden Punkt ziemlich radikal:
1. «Code Poetry» meint hier nicht Gedichte, die von Software erzeugt werden. Gemeint sind Gedichte, die selbst ganz oder teilweise in Programmiersprachen geschrieben sind.
2. Damit bekommt derselbe Text zwei mögliche Leser:
einen Menschen, der Bedeutung, Rhythmus, Ironie, Mehrdeutigkeit liest;
eine Maschine, die Syntax als Anweisung interpretiert.
3. Genau deshalb liegt das Gedicht «between literary text and executable programme». Es beschreibt nicht nur etwas. Es kann – zumindest prinzipiell – etwas tun.
Und da klingelt bei mir sofort dein Satz:
«Alles, was eindeutig formuliert werden kann, kann in Infrastruktur übersetzt werden.»
Code Poetry dreht ihn gewissermassen um:
Ein Stück Infrastruktur kann zugleich Literatur sein.
Das Interessante wäre also gerade nicht «Poesie mit Computern», sondern die Aufhebung einer alten Trennung:
((Text)Handlung)
Der Text ist Zeichen und Operation zugleich.
Beim Vermeer-Bild wäre ich vorsichtig: Ohne den Kontext der ganzen Seite kann ich nicht belegen, weshalb «The Love Letter» dort steht. Als Bild funktioniert es allerdings frappierend gut: Der Brief ist adressierte Kommunikation; Code ist adressierte Kommunikation, die unter bestimmten Bedingungen ausgeführt werden kann.
Quelle für meine Interpretation ist ausschliesslich dein Screenshot; die letzten beiden Sätze zum Vermeer sind meine Deutung, nicht quellenbelegt. – at Mustér, Switzerland
This new @CRASSHlive blogpost explores what an apparently playful experiment with #codepoetry can tell us about artificial intelligence, communication, and organisation.
crassh.cam.ac.uk/blog/when-p…
Professor Steffen Roth retweeted
Replying to @derrothdotcom @CRASSHlive
muss ich mal vergleichen mit dissent.is/poesierad (wenn mönche vor 300 jahren #codepoetry in seiden stickten ;-)
This new @CRASSHlive blogpost explores what an apparently playful experiment with #codepoetry can tell us about artificial intelligence, communication, and organisation.
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The second Call for Papers associated with the Luhmann Conference 2026 at the @IUCDubrovnik University Centre Dubrovnik is live at the Systemic Practice and Action Research website.
→ link.springer.com/collection… ←
Dr. Michal Charlton and I look forward to your submissions!
I greatly value @ForeignPolicy. But “Can AI be regulated?” makes me want to replace “AI” with “the printing press” and ask again—remembering that the Catholic Church and various Communist Parties experimented with rather similar ideas long before the age of AI.
(3) architecture: This AI-supported traffic-light approach to waste management does not merely resemble European representations—or misrepresentations—of Chinese Social Credit Systems. Rather, it reproduces something structurally rather similar to the perceived ... (4)
Professor Steffen Roth retweeted
1. exkurs
Ja. Und nach dem Nachschauen der Zürcher Geschichte würde ich deinen Einwand sogar noch schärfer formulieren.
Schon die historische Ausgangsfigur von Steffen ist problematisch.
Die erste Zürcher Druckerei entstand um 1479 nicht gegen die katholische Ordnung, sondern mitten in ihr: Sigmund Rot betrieb die Presse im Predigerkloster, unter Aufsicht des Dominikaners Albert von Weissenstein. Einer der frühesten Zürcher Drucke war eine päpstliche Ablassbulle von 1479/80; das erste in Zürich gedruckte Buch war ein frommer Mariengesang. (Zentralbibliothek Zürich)
Das ist für Steffens Analogie ziemlich hübsch: Die neue Technik wurde zunächst von einer bestehenden Institution appropriated, nicht von irgendwelchen «Subversiven».
Zentralbibliothek Zürich: Zürcher Verlagsgeschichte
ZB/e-rara: Ablassbulle, Zürich 1480
Noch interessanter finde ich deinen zweiten Punkt: Er nennt ausgerechnet Katholizismus und Kommunismus als historische Beispiele für «Regulierung». Damit erscheint der Liberalismus implizit als das Andere: als Raum, in dem die Druckerpresse eben nicht reguliert wird.
Historisch und begrifflich ist das zu einfach. Klassischer Liberalismus organisiert Kommunikation ebenfalls über institutionelle Formen: Privateigentum, Vertrag, Markt und individuelle Rechte gehören gerade zu seiner Grundarchitektur. Die Stanford Encyclopedia beschreibt die enge Verbindung von Freiheit, Privateigentum und Markt ausdrücklich als Kern des klassischen Liberalismus. (Stanford Encyclopedia of Philosophy)
Am Buchdruck kann man den Unterschied wunderbar sehen.
In England verschwindet 1695 die Vorzensur durch das Licensing Act. Das gilt als entscheidender Schritt zur Pressefreiheit. Aber 1710 folgt mit dem Statute of Anne das moderne Copyright: Nun wird nicht mehr primär kontrolliert, was gedruckt werden darf, sondern es werden exklusive Rechte daran definiert, wer was reproduzieren darf. (Cambridge University Press)
Das ist keine «Nicht-Regulierung». Es ist ein anderer Regulierungsmodus.
Und genau hier würde ich deine Kritik an Steffen ansetzen:
Kirche → Imprimatur, Privileg, Häresie, Ablass
Staatssozialismus → staatliches Eigentum, Zensur, Produktionskontrolle
Liberalismus → Eigentum, Copyright, Vertrag, Haftung, Kapital, Markt
Damit kippt seine Frage.
Nicht:
«Can AI be regulated? Remember what the Catholic Church and Communist Parties tried with printing.»
Sondern eher:
«When has a communications technology ever not been regulated — and why do we recognise church and state regulation immediately, while mistaking property, copyright, contracts and markets for the absence of regulation?»
Und jetzt wären wir tatsächlich erst am Anfang der Argumentation. ;-)))
Denn bei AI kommt dann erst die eigentlich interessante Ebene: Wem gehören Modelle, Rechenkapazität und Trainingsmaterial? Wer darf Modelle kopieren? Wer bekommt API-Zugang? Wer setzt Haftungsregeln? Wer kann wen adressieren? Das wäre für mich die deutlich stärkere Fortsetzung seines Druckerpresse-Gedankens.
Der letzte Schritt ist meine analytische Interpretation; dafür gibt es naturgemäss keinen einzelnen Quellenbeleg. Die historischen Bausteine davor sind belegt.
The Call for Papers for the special Luhmann Conference 2026 issue of Kybernetes is live now at emerald.com/k/calls-for-subm…
Your co-guest editors are Michal Kaczmarczyk, @KresimirZazar, and @Larsinthecloud.
This crawler crane is purpose-built to work in rivers—like here in Cambridge—and makes an infernal noise. Yet it still comes with an additional warning beep. Recent politics in DE, FR, and the UK has too often felt much like this beep: pointless and expensive noise upon noise.
"Die Person jedenfalls nicht". Ask a participant of the Luhmann Conference 2026 for the password required for a sneak peek at the theme of 2027 conference at derroth.com/2026/02/23/cfp-l…
Meaning. Observed with social systems theory, theme of the this year's @luhconference at the @IUCDubrovnik.
Thanks to @grok!
Replying to @Steindor5
You're welcome! Great to see the celebration at the Luhmann Conference 2026 in Dubrovnik. Congrats to the best paper award winners.







