Politischer Philosoph, Sozialdemokrat, säkularer Humanist. Verfechter von Rationalität, Differenzierung und Realismus.

Berlin, Deutschland
Joined September 2019
Absolut inakzeptabel, was die SPD in der Bureg gerade vorantreibt. Eine Partei, die nicht bloß für die Nichtanwendung dieses Verfassungsinstruments zur Gestaltung der Wirtschaftsordnung steht, sondern es faktisch zu eliminieren versucht, ist für mich politisch nicht tragbar.
Transformation der SPD: 1948/49: Sorgt maßgeblich dafür, dass Artikel 15 (Vergesellschaftung) ins Grundgesetz kommt. 2026: Sorgt maßgeblich mit dafür, dass die Anwendung des Artikel 15 bekämpft und behindert wird.
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Roman Grabowski retweeted
Ist die Berliner Linkspartei politisch zurechnungsfähig? Darüber habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, die auf der Seite der Ruhrbarone zu finden sind: ruhrbarone.de/spreegeschwurb… Der Text knüpft an Überlegungen aus dem NDW-Talk an. Da hatte ich neulich über die kakistokratischen Tendenzen der Linkspartei und eine gewisse Unzurechnungsfähigkeit derselbigen gesprochen. Das klingt nach einem harten Urteil. Aber ja, ich halte die Partei insbesondere in Berlin für eine loose cannon, mit der sich keine verantwortliche Politik machen lässt. Das macht sie mittelbar gefährlich. Unter anderem weil das zwangsläufig auf das Konto der AfD einzahlt. Das Bild von der Partei als Schutzmacht der Mieter, wie es auch einige Journalisten kolportieren, wenn sie sich deren Erfolg erklären wollen, ist ziemlich schief. Man darf immerhin nicht vergessen, dass die Partei im Bund wie auch der Hauptstadt ihren großen Aufschwung im Wahlkampf zur BTW 2025 erfuhr. Da band sie viele junge Wähler aus dem linken Lager über die Antifa-Karte an sich. Auch Gaza/Israel spielt parallel eine Rolle, insbesondere bei den muslimischen Wählern. Das verblendet der Fokus auf die schematisch erfassten Motive in Nachwahlbefragungen, aus denen sich die Akzentuierung des sozialen Images ergibt – und durch das eigene Framing der Partei, das sie einigen erfolgreich verkaufen konnte. Jedenfalls ist der numerische Zuwachs der Partei trügerisch. Er verleitet einige sogar dazu, in der Partei eine Antwort auf das Erstarken der AfD zu erblicken. Immerhin ist sie erfolgreich wie lange nicht. Das übersieht aber, dass es sich bei diesem Erfolg um eine Verschiebung im linken Lager handelt. Und auch, dass in die Partei viele junge Menschen eingeströmt sind, die politisch-kulturell und ideologisch völlig über Kreuz mit den Milieus liegen, die es zunehmend zur AfD zieht. Mit der Konzentration eines alt- und neolinken Sammelsuriums und Positionierungen, die ethnisch mobilisierend wirken, kann man natürlich gewisse Höhen erreichen. Eine Politik, mit der sich die AfD zurückdrängen ließe, folgt daraus ganz sicher nicht. Die Potentiale der Partei liegen fast ausschließlich im linken Lager (und antiisraelischen Milieus). Wo ihr Einfluss wächst, nimmt Polarisierung implizit zu. Wo das hinführt, sieht man bei dem Blick auf die Jungwähler. Ginge es nach ihnen, wären wir bereits voll drin in den amerikanischen Verhältnissen, die die AfD als strategisches Ziel hat. Natürlich ist die öffentliche Diskussion über die Linkspartei auch hysterisch. Wenn die rot-rot-grünen Parteispitzen meinen, mit so einer Koalition dem Wählerwillen am besten zu entsprechen, dann ist das so. Bei einer Einbindung ist ja durchaus auch eine Mäßigung denkbar (was auch für die AfD gilt). Nur sollte man nicht gerade erwarten, dass das einer Stabilisierung der politischen Lage zuträglich wäre. Wie manche meinen können, mit noch mehr von dem, was AfD-affine Milieus aufbringt, ließe sich dem Rechtsruck begegnen, bleibt ein Rätsel. Und ebenso diese sonderbare Verklärung der Jugend. Denn gerade hier findet derzeit linkerseits eine starke Emotionalisierung von Politik statt, die ins Irrationale abgleitet. Dass junge Menschen ohne Lebens- und Berufserfahrung und einer ordentlichen Portion Ideologie nicht gerade die Anlagen für überlegte Politik mit sich bringen, sieht man bereits bei manchem Jungparlamentarier. Wenn auch noch eine ganze Partei vom Vibe der TikTok-Dramatisierung geprägt wird, ist viel Theater zu erwarten.
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Replying to @dietmar_hipp
Arroganz taugt nicht zur Erhöhung der argumentativen Stärke. Es geht nicht um die günstigste Interpretation, sondern dass bei Mehrdeutigkeit nicht die zur Verurteilung führende anzunehmen ist, wenn günstigere nicht plausibel ausgeschlossen werden können. Seit dem "Soldaten 1/2
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Welche Gründe sollte es, wie @MathiasBrodkorb schon völlig richtig anmerkte, geben, die Maßstäbe für die allgemeine Meinungsäußerungsfreiheit bei Personen und sogar im Zusammenhang mit der Frage der Verfassungswidrigkeit bei Vereinen im Falle von Parteien enger zu ziehen?
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Zwei Zahlen, in denen die systemische Fehlausrichtung und Irrationalität des 🇪🇺 und 🇩🇪 Asylregimes besonders krass zum Ausdruck kommt. Zwischen 2016 und 2025 hat Deutschland etwa 400 Mrd. € im Zusammenhang mit der Asylmigration ausgegeben. Im selben 1/7 t1p.de/eza02
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hochgradig selektiv und ineffektiv im Hinblick auf die Erfüllung seiner ursprünglichen Intention und Kernfunktion des (vorübergehenden) Schutzes, dafür weit geöffnet für irreguläre, wirtschaftlich motivierte Migration, mit allen entsprechenden Heraus- und Überforderungen 6/7
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für die Herkunfts- und Zielstaaten. 7/7
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Roman Grabowski retweeted
Diskursgefährderansprache von @nikilmukerji gegenüber Fabian Michl / Verfassungsblog und Annika Brockschmidt in einem Gastbeitrag bei @welt. Möge es künftigen und gegenwärtigen unvermeidbaren Debatten nützen. [...] Michls Argumentation basiert also auf einem begrifflichen Kurzschluss: Aus „ethnokultureller Gemeinschaft“ wird ohne weitere Begründung „Volksgemeinschaft“ – und deshalb legitimiere Stecker angeblich eine verfassungsfeindliche Position. Noch immer behauptet Michl, Stecker verschaffe „einem verfassungswidrigen Ideologem der Neuen Rechten wissenschaftliche Legitimation“ – obwohl Stecker seine Position längst hinreichend präzisiert und Michl selbst eingeräumt hat, dass er die betreffenden Maßnahmen für verfassungsrechtlich zulässig hält. Somit setzt er Stecker dem Eindruck aus, mit einer aus guten Gründen gesellschaftlich geächteten Position zu sympathisieren. Als ordentlicher Professor muss Stecker zwar kaum um seinen Arbeitsplatz fürchten. In die völkisch-nationale Ecke gestellt zu werden, gehört für einen Wissenschaftler jedoch zu den schwersten denkbaren Reputationsschäden." [...] Die Strategie, den sachlichen Diskurs zu meiden und stattdessen Personen verächtlich zu machen, ist widerlich. Aus der Perspektive eines ideologisch motivierten Aktivisten kann sie jedoch durchaus rational sein. Ihre abschreckende Wirkung – der sogenannte „Chilling Effect“ – kann die eigene Sicht schützen, ohne dass Gegenpositionen argumentativ widerlegt werden müssen. Zugleich verursacht dieses Vorgehen bislang kaum erkennbare Kosten. Wer einen Wissenschaftler wie Stecker völlig ungerechtfertigt in die völkisch-nationale Ecke rückt und daran festhält, obwohl dieser seine Position längst präzisiert hat, riskiert wenig. Das sollte sich ändern. Im Umgang mit Akteuren wie Michl und Brockschmidt sollte man wohlgemerkt nicht zu denselben Mitteln greifen, nur um Waffengleichheit herzustellen. Wer andere „framet“, mit Etiketten versieht, ihnen Positionen unterschiebt, die sie gar nicht vertreten, oder mit rhetorischen Tricks und Schockeffekten arbeitet, reproduziert genau das Problem, das er kritisiert. Wer die Vernunft verteidigen will, besitzt dafür bereits ein Werkzeug: die Vernunft selbst. Man muss sie nur richtig einsetzen. welt.de/debatte/plus6ab26416…
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Genosse @MathiasBrodkorb zum "Wehrhafte Demokratie"-Aufmarsch der SPD-Bundestagsfraktion 👍 》Mit der Verhetzung des erklärtermaßen politischen Feindes sowie des eigenen Koalitionspartners mag man die sozialdemokratische Mitgliederseele erwärmen können. Aber damit lassen 1/4
Hier geht's zum Kommentar von @MathiasBrodkorb, @spdde-Mitglied und ehemaliger Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern: shorturl.at/7JMKX
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eine Politik „am Volk vorbei“ (Jörg Baberowski) selbst ein Steigbügelhalter der Rechtspartei zu sein. Wenn auch sicher nicht willentlich und „bloß“ zweiter Ordnung. Aber wie der große Sozialdemokrat Ferdinand Lassalle es einst im 19. Jahrhundert gesagt hatte: „Alle große 3/4
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politische Aktion besteht darin, auszusprechen, was ist.“ Dafür müsste der Steigbügelhalter SPD allerdings zunächst einmal in den Spiegel schauen. Und anschließend gründlich über sich selbst nachdenken.《 4/4
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Roman Grabowski retweeted
Dem Online-Magazin »Perspective Daily« habe ich ein langes Interview zur Rolle des linken Lagers bei politischer Polarisierung und Rechtsruck gegeben. Dabei geht es allerdings weniger darum, wie Linke Wähler nach rechts treiben, wie es der Titel anzeigt, sonder eher um Wirkungen linker Politik, durch die Diskurse blockiert werden und sich Gesamtkonstellation verschiebt. Etwas genauer gehe ich in dem Interview auch darauf ein, welche Rolle das Thema Migration bzw. demographischer Wandel dabei spielt und warum die linke Vorstellung, AfD-Potentiale durch Sozial- und Wirtschaftspolitik zu reduzieren, ohne migrations- bzw. integationspolitische Konzessionen nicht funktionieren dürfte. Zum Interview (leider hinter Paywall) geht es hier: perspective-daily.de/article…
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Megastarke Rede von @andyburnham beim Labour-Parteitag. Selbst in der Aufzeichnung entstehen mehrere Gänsehautmomente. Absolut richtiger Kurs, Mut zu hoffnungspendenden systemischen Reformen zum Wohle der Allgemeinheit, Mut zum Bruch mit der 1/3 youtu.be/gT6b9Opy69E
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neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte, Mut auch zu persönlicher Selbstkritik, all dies in der Glaubwürdigkeit untermauert mit der eigenen Biografie und einer praktischen Politik der unmittelbar lebensweltlich wirksamen kleinen und mittleren Verbesserungen. Umso 2/3
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schmerzlicher fühlt sich die Kluft zu den Exponenten unserer deutschen Sozialdemokratie an... 3/3
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