BINALYS LAGEBILD
Ein möglicher Austritt Irans aus dem NPT ist weiterhin Bestandteil aktueller Diskussionen.
Binalys hat hierzu eine Einordnung erstellt:
binalys.substack.com/p/irans…
Während Trump zunehmend erkennen muss, dass die Strategie aus ökonomischen und kinetischen Maßnahmen weiterhin nicht die Wirkung erzielt, die in einen klaren Sieg gegen den Iran resultiert, werden die Optionen nach neuen Möglichkeiten knapp.
Diese Lücke scheinen nun andere Akteure mit Möglichkeiten zu füllen, in dem sie den Einsatz von Nuklearwaffen versuchen zu plausibilisieren.
Daher sollte man sich die Frage stellen, ob Begriffe wie Opposition, Menschenrechte und Freiheit noch angewendet werden können, oder ob doch nicht eine andere Zielsetzung eher zutrifft.
BINALYS UPDATE
Die US-Militäroperation gegen Iran läuft weiter. Neben bestätigten Angriffen auf IRGC-Ziele entlang der iranischen Südküste meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars inzwischen auch eine Explosion in Asaluyeh. Ob diese unmittelbar mit den US-Angriffen zusammenhängt und welches Ziel getroffen wurde, ist bislang nicht bestätigt. Der Ort ist dennoch hochrelevant: Asaluyeh ist das zentrale Verarbeitungszentrum des iranischen South-Pars-Gasfeldes, des größten Gasfeldes der Welt. South Pars liefert rund 70–75 % der iranischen Gasproduktion und ist damit nicht nur Energieinfrastruktur, sondern ein zentraler Bestandteil der iranischen Binnenversorgung. Die Region war bereits in einer früheren Eskalationsphase Ziel von Angriffen. Nachdem Israel am 18. März South Pars und den Verarbeitungskomplex bei Asaluyeh angegriffen hatte, weitete Iran seine Vergeltung auf Energieinfrastruktur am Golf aus – darunter Katars Ras-Laffan-LNG-Komplex.
Sollte sich deshalb bestätigen, dass nun auch die USA iranische Energieinfrastruktur in ihr Zielspektrum aufnehmen, wäre das mehr als eine weitere Runde militärischer Angriffe.
Es würde eine bereits bekannte Eskalationslogik reaktivieren: Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur erhöhen das Risiko, dass Teheran wiederum regionale Energieanlagen als legitime Vergeltungsziele behandelt.
Aus einem bilateralen militärischen Schlagabtausch könnte damit erneut ein Angriff auf die Energieinfrastruktur des gesamten Golfs werden.
Wie bereits besprochen, folgt die iranische Antwort auf die US Angriffe gegen Iran der Logik der offensiven Verteidigungsstrategie.
Die iranischen Streitkräfte haben angekündigt, dass US Basen UND amerikanische Interessen in der Region, Ziele von Militärschlägen sein werden.
In der Vergangenheit definierte der Iran beispielsweise auch Unternehmen und Industriezweige in der Region, an denen amerikanische Entitäten Anteile halten, als amerikanische Interessen.
Es sollte daher nicht verwundern, dass das US Außenministerium eine Warnung aussendet für Abu Dhabi und Dubai.
Genau diese Art von Mindset und Einordnung der Situation von Trump zeigt, dass sich der Krieg der USA gegen den Iran weiterhin in der Eskalationsspiral befindet und kein Exit erkennbar ist.
Die neue iranische offensive Verteidigungsstrategie ist genau auf diese Einordnung ausgelegt: Angriffe des Gegners werden nicht mehr 1:1 beantwortet, sondern 1:2 oder 1:3.
Beide Seiten zeigen erstaunliche Zuversicht, dass sie jeweils die Oberhand in diesem Konflikt haben, weswegen die Aussagen von Trump zunehmend mit Informationen bestückt sind, die entweder gar nicht oder nur teilweise der Realität entsprechen.
Der Zeitpunkt der Angriffe setzt ein klares Signal.
Bisher war es Praxis der USA nach dem 40-Tage-Krieg, militärische Operationen am Wochenende zu beginnen – also bei geschlossenen Energie-Terminmärkten, um Preisausschläge bei Öl und Gas zu verhindern.
Dass dies nun anders ist, lässt darauf schließen, dass Washington den zwangsläufigen Preisanstieg bei der aktuellen Kampagne bewusst in Kauf nimmt.
Das angestrebte strategische Ziel wiegt demnach schwerer als die Preiskontrolle auf den Märkten, was auf eine gezielte Taktik hindeutet. Wie dies jedoch die Gesamtstrategie zugunsten der USA verändern soll, bleibt ungewiss. Zumal die neue offensive Verteidigungsstrategie des Iran genau darauf abzielt, solche kurzen, intensiven Angriffe für Washington massiv zu verteuern.
BINALYS BRIEF
Das US Militär fliegt erneut Einsätze gegen den Iran. Ziele sind entlang der iranischen Küste anliegend der Straße von Hormuz.
Die USA hatten bereits angekündigt, dass der Einsatz von so genannten "limited strikes" dazu dienen soll, die de facto Blockade der Straße von Hormuz zu schwächen
Iran leitet Gegenschläge ein. Bei den ballistischen Raketen im Video handelt es sich um Feststoffraketen; das zeigt der Farbwechsel in den verschiedenen Flugphasen. Falls zutreffend, könnten dies Sejjil-Raketen sein – die mutmaßlich stärksten Raketen im Arsenal des Iran.
BINALYS BRIEF
Das US Militär fliegt erneut Einsätze gegen den Iran. Ziele sind entlang der iranischen Küste anliegend der Straße von Hormuz.
Die USA hatten bereits angekündigt, dass der Einsatz von so genannten "limited strikes" dazu dienen soll, die de facto Blockade der Straße von Hormuz zu schwächen
Erste Reaktionen auf dem Öl Markt
BINALYS BRIEF
Das US Militär fliegt erneut Einsätze gegen den Iran. Ziele sind entlang der iranischen Küste anliegend der Straße von Hormuz.
Die USA hatten bereits angekündigt, dass der Einsatz von so genannten "limited strikes" dazu dienen soll, die de facto Blockade der Straße von Hormuz zu schwächen
BINALYS BRIEF
Das US Militär fliegt erneut Einsätze gegen den Iran. Ziele sind entlang der iranischen Küste anliegend der Straße von Hormuz.
Die USA hatten bereits angekündigt, dass der Einsatz von so genannten "limited strikes" dazu dienen soll, die de facto Blockade der Straße von Hormuz zu schwächen
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Von "Economic D-Day" zurück zur militärischen Eskalation. Die neuen Angriffe der USA gegen den Iran zeigen eins ganz deutlich: Keine mittel- und langfristige Strategie, wie man diesen Krieg beendet. Stattdessen laufen die USA in die neue offensive Verteidigungsstrategie des Iran: Keine Eskalation auf gleichen Niveau, sondern jeweils härtere Gegenreaktionen.
Wie man aus dieser Spirale wieder rauskommen will, bleibt fraglich.
Fakt ist, die ökonomischen Maßnahmen treffen Iran hart, jedoch nicht in der Intensität, dass Teheran sich den Bedingungen Washingtons beugt. Weiterhin fordert der Iran die USA auf, wieder zum MoU zurück zukehren und die verhandelten Punkten umzusetzen.
Als kurzfristige Lösung bleibt nur das Vorgehen nach russischem Vorbild: Ein Diesel-Exportstopp, um den Arbitragehandel nach Asien zu blockieren. Der Engpass lässt sich kurzfristig nicht durch den Bau neuer Raffinerien beheben. Das Problem der USA ist somit nicht die Ölverfügbarkeit, sondern die Verarbeitungskapazität – und die US-Raffinerien laufen bereits auf Anschlag bei 97 Prozent.
"Islamosozialistisch"
"Konservative der Mitte"
Als Nächstes erklärt uns Poschardt noch die radikale Mitte, den progressiven Traditionalismus und den kompromisslosen Pragmatismus.














