Pinned Tweet
Wenn Österreich ein Erfolgsprojekt bleiben soll, müssen wir auf die demographischen Herausforderungen reagieren:
Mehr Platz für Kinder; bessere Verteilung von Wohnraum; Migration steuern; länger Arbeiten; effizienter, flexibler und sparsamer Wirtschaften. derpragmaticus.com/r/oesterr…
Bernhard Hammer retweeted
Der eigentliche Proof of Work unseres Generationenvertrags findet in den Familien statt.
Kinder werden geboren, versorgt und großgezogen. Eltern investieren über viele Jahre Zeit, Kraft und Geld in die nächste Generation.
Diese Leistung behandeln wir weitgehend als Privatsache. Mit den späteren Beiträgen dieser Kinder plant jedoch die gesamte Gesellschaft.
Gleichzeitig haben wir den Generationenvertrag immer stärker in ein Bezahlsystem verwandelt: Wir zahlen ein, erwerben Ansprüche und glauben, damit sei für die Zukunft vorgesorgt.
Doch Beiträge finanzieren die Gegenwart.
Die Zukunft muss erst großgezogen werden.
Genau über diese Schieflage spreche ich mit @Ursli2015 in der neuen Folge von Fix the Family – über Demografie, Care-Arbeit, Wohlstand und die Verbindung zu Bitcoin.
🎧 Unsere Zukunft braucht Familien – Was der demografische Wandel wirklich bedeutet
Link im ersten Kommentar.
#Bitcoin #ProofOfWork #Demografie
Bernhard Hammer retweeted
Neues aus den Ruck-Leaks.
Walter Ruck soll seine Absolute in der Kammer mit Tricks gesichert haben. Frühere Verbündete brechen ihr Schweigen. Mittendrin Wiens Bürgermeister Michael Ludwig: Was Shoppingtouren mit den Ehefrauen und ein Kampf um Kammergeld miteinander zu tun haben. profil.at/investigativ/ruck-…
Bernhard Hammer retweeted
"Du weißt, dass wir prinzipiell immer recht großzügig und gerne unterstützend tätig sind, sofern wir auch umgekehrt etwas davon haben!"
Das Land Vorarlberg hat jene E-Mails zur Wirtschaftsbundaffäre veröffentlicht, die man lange geheim halten wollte. Der Inhalt ist brisant.
Bernhard Hammer retweeted
this is a graph about fertility decline
let the reader understand
@FamStudies
Bernhard Hammer retweeted
Um mit der unsinnigen Behauptung aufzuräumen, bei den Empfehlungen der Rentenkommission handele es sich um eine große, ja sogar revolutionäre #Rentenreform: das ist schlicht falsch. Es handelt sich überhaupt nicht um eine Reform des bestehenden Rentensystems - im Gegenteil: die sogenannte 48-Prozent-Haltelinie wird fortgeschrieben, der Nachhaltigkeitsfaktor erst 2032 reaktiviert und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit erfolgt in homöopathischen Dosen, die Boomerwelle bleibt gänzlich unberücksichtigt. Die nächsten Beitragserhöhungen sind von der DRV bereits für 2028 avisiert. Die sogenannte Anlagerente wiederum wird obendrauf gesattelt, statt die unrentable Umlagerente zumindest teilweise zu substituieren. Das wiederum führt zu einer weiteren Reduzierung der ohnehin unter dem Druck gestiegener und weiter steigender Lebenshaltungskosten stehenden verfügbaren Arbeitnehmereinkommen sowie auf Unternehmensseiten zu einer weiteren Steigerung der Arbeitskosten. Sorry, aber ich kann in die Jubelarien einer angeblichen Rentenreform zum Wohle aller nicht einstimmen. Hinzu kommt die Einbeziehung der Selbstständigen, die man zukünftig - analog zu den Arbeitnehmern - dazu zwingen will, ihre eigene Altersvorsorgemöglichkeiten drastisch zu verschlechtern. Das alles zusammengenommen ist das Gegenteil eines “Gesamtkunstwerks” dass nicht aufgeschnürt werden dürfe.
Bernhard Hammer retweeted
Ich frage euch, was gibt es besseres an heißen Tagen als kühle Gutachten zum (deutschen) Pensionssystem?
wienerzeitung.at/a/wie-deuts…
Bernhard Hammer retweeted
I actually believe 'It's the phones' when it comes to smartphones and car accidents.
Bernhard Hammer retweeted
Kollege Thür wusste schon am 12. März vor dem Bewerbungsverfahren, welche zwei Kabinetts-Mitarbeiter im Sozialministerium fix Leitungsposten im Ministerium bekommen sollen. Wundersamerweise sind es genau die zwei geworden.
Es gibt ein Wort für sowas.
on.orf.at/video/14326958/zib…
Bernhard Hammer retweeted
Das eigentliche Problem ist nicht Reichtum an sich, sondern ein Staat, der gewisse Akteure privilegiert und damit ungesunde Vermögenskonzentrationen erst ermöglicht.
3/3
Bernhard Hammer retweeted
A slightly different way to look at fertility from today's ONS release.
Women born from 1995 onwards have been having drastically fewer children by the age of 30. Will they catch up in their 30s?
Bernhard Hammer retweeted
Das ist so, ja. Weswegen die geburtenstarken Generationen, die jahrzehntelang jene gewählt haben, die wider besseres Wissen behauptet haben, das ginge sich alles aus, gefälligst an der Sanierung des Systems beteiligt werden müssen.
This quoted post is unavailable.
Das Umlagesystem für Renten/Pensionen ist zutiefst unfair und untergräbt sich selbst.
Es sind Familien (Mütter!) die es mit ihren Investitionen in Kinder am Laufen halten. Genau diese bekommen schlussendlich die geringsten Pensionen/Renten. Einzahlungen werden bestraft.
Jahrhundertelang war Nachwuchs die einzige Altersvorsorge. Heute untergräbt der Kindermangel das System – und trotzdem bekommen Eltern häufig weniger Rente als Kinderlose. Das muss sich ändern. faz.net/aktuell/feuilleton/d…
Bernhard Hammer retweeted
Turkey's astonishing fertility collapse
Turkey's president Erdoğan made it his mission to revive birthrates. Instead, Turkish fertility has fallen faster than almost anywhere on Earth to just 1.42 in 2025 (just 1.2 outside of Kurdistan).
What happened, and what can we learn? 🧵.
Bernhard Hammer retweeted
Wir erleben eine Verdrehung der Wahrheit durch die Seniorenvertreter.
KV Arbeitskräfteüberlassung +2,30 %
KV Metallgewerbe +1,80 %
KV Universitäten +1,65 %
KV Handel +2,55 %
#Pensionen +2,95 %
In einem Umlageverfahren geht das nicht, dass so oft die Leistungsbezieher größere Erhöhungen bekommen als die Beitragszahler. Die Verlierer sind also die Erwerbstätigen.
Bernhard Hammer retweeted
Replying to @ASzigetvari
"spüren" ist halt relativ. Wenn eine 6000 €-Pension ein paar Jahre nicht erhöht wird, steht nicht gleich der Hungertod vor der Tür. Für viele junge Wissenschaftler:innen (mit ohnehin prekären Verträgen) bedeutet der angekündigte Kahlschlag hingegen das Karriereende
Bei Familien und Universitäten wird nominell gekürzt, weil man den großen Ausgabentreiber - die Pensionen - nicht antasten will.
Respekt vor jungen Generationen und der Erwerbsbevölkerung fehlt völlig. orf.at/stories/3430975/
Österreich im bevölkerungsökonomische Kollaps:
Immer höhere Staatsausgaben für Ältere, gepaart mit Sparpaketen bei Familie, Bildung und Wissenschaft - und immer weiter sinkender Fertilität.
derstandard.at/story/3000000…
Bernhard Hammer retweeted
„Historisch war die Innenstadt auch nie nur Einkaufszone. Sie war Markt, Wohnort, Handwerksort, Verwaltungsort, Treffpunkt, Kulturraum. Erst die modernere Kaufhaus- und Filiallogik hat aus vielen Innenstädten ziemlich eindimensionale Konsummaschinen gemacht.“
Heute ist in der @BILD ein großer Artikel über das Sterben der Innenstädte, aufgehängt am Aus eines Elektroladens.
Ich finde es gut, dass das Öffentlichkeit bekommt. Denn es ist tatsächlich eines der großen Themen, über die in vielen Städten seit Jahren geredet wird, ohne dass wirklich grundlegend umgedacht wird.
Denn zur Wahrheit gehört: Für die meisten kleineren und mittleren Städte, ja sogar für viele Großstädte, ist das Konzept der Innenstadt als reine Einkaufsmeile tot.
Die Vorstellung, dass Menschen am Samstagvormittag in die Stadt fahren, dort von Geschäft zu Geschäft ziehen, ihre Kleidung, Elektrogeräte, Bücher, Schuhe und Haushaltswaren kaufen und anschließend noch einen Kaffee trinken, war lange prägend. Aber diese Welt kommt nicht zurück. Jedenfalls nicht in der alten Form.
Der Onlinehandel hat das Einkaufsverhalten verändert, die großen Ketten haben viele Innenstädte austauschbar gemacht. Die Mieten sind vielerorts zu hoch, kleinere Händler haben zu wenig Spielraum. Gleichzeitig hat sich auch das Freizeitverhalten verändert. Viele Innenstädte bieten schlicht keinen zwingenden Grund mehr, dorthin zu gehen - die Verengung auf Konsum funktioniert nicht mehr.
Historisch war die Innenstadt auch nie nur Einkaufszone. Sie war Markt, Wohnort, Handwerksort, Verwaltungsort, Treffpunkt, Kulturraum. Erst die modernere Kaufhaus- und Filiallogik hat aus vielen Innenstädten ziemlich eindimensionale Konsummaschinen gemacht.
Deshalb hilft es auch wenig, nostalgisch auf das nächste große Kaufhaus, den nächsten Elektromarkt oder die nächste Modekette zu warten. Die alte Einkaufsstraße kommt nicht zurück, nur weil man sie vermisst. Und ein leerstehendes Ladenlokal ist nicht automatisch ein Problem, das nur durch den nächsten Laden gelöst werden kann.
Innenstadt muss wieder ganz neu gedacht werden. Deutlich durchmischter als in der jüngeren Vergangenheit:
Mehr Wohnen. Mehr Dienstleistungen. Mehr Praxen. Mehr Handwerk. Mehr Gastronomie. Mehr Kultur. Mehr Bildung. Mehr kleine Büros. Mehr Co-Working. Mehr Reparatur. Mehr Alltag.
Warum nicht ehemalige Handelsflächen zu Wohnungen, Arztpraxen, Ateliers, Musikschulen, Werkstätten, Kitas, Bürgerbüros oder kleinen Manufakturen umbauen? Warum muss das Erdgeschoss immer nur als Verkaufsfläche gedacht werden? Warum nicht auch als Ort für Dienstleistungen, Begegnung, kommunale Angebote, kleine Produktion oder soziale Infrastruktur? Wenn Menschen wieder in Innenstädten wohnen, dort arbeiten, dort ihre Kinder in die Kita bringen, dort zum Arzt gehen, Pakete abholen, etwas reparieren lassen, essen gehen oder abends noch auf einem Platz sitzen, entsteht auch wieder Leben. Nicht nur zwischen 10 und 18 Uhr. Sondern morgens, mittags, abends, ja auch nachts, wenn man zum Beispiel wieder ein Kino, eine Bühne oder andere Abendnutzung in der Innenstadt ansiedelt.
Dann bessert sich übrigens auch gleich das ganze Stadtbild. Eine Innenstadt, in der Menschen leben, ist fast automatisch sicherer, lebendiger und weniger verwahrlost als eine, die nach Ladenschluss nur noch aus dunklen Schaufenstern und leeren Fußgängerzonen besteht.
Viele Städte warten immer noch auf den einen Investor, den einen Ankermieter, das eine neue Prestigeprojekt. Meines Erachtens ist genau das die falsche Logik. Denn damit macht sich eine Stadt viel zu abhängig. Wenn dieses zentrale Element ausfällt, kippt oft gleich das ganze Umfeld. Stichwort Galeria Kaufhof.
Die Chance der Innenstadt der Zukunft ist, kleinteiliger und gemischter werden. Das zu schaffen, ist eine enorme Herausforderung. Aber es ist auch eine Chance und kann ein Konjunkturprogramm werden, das Deutschland dringend braucht.

































